Ich bin immer wieder fasziniert von der Erfahrung, wie eng die Empfindungen Dank und Mitgefühl zusammenhängen. Samstagsübung: Ich bin etwas empfindlich gegenüber unangenehmen Gerüchen. Beim Samstagseinkauf lässt sich dieses Erlebnis kaum vermeiden. Nun, seit einiger Zeit danke ich, wenn ich merke, wie der Ekel und die Abwehr in mir hochsteigen. Gleichzeitig breitet sich Mitgefühl aus. Ich bin versöhnt mit der Situation, mit dem Menschen mit dem starken Geruch. Selbst die Geruchsempfindung verringert sich, scheint mir, stattdessen empfinde ich inneren Frieden.
Mitgefühl war für mich früher ein Gefühl, eine Haltung, die ich meinte, nur sehr schwer herstellen zu können. Nun ist sie da, wie von selbst. Im Gepäck des Dankes war sie versteckt. Nun klettert sie heraus und winkt. Ich winke zurück, freue mich unbändig und sage, was ich kau
m fassen kann: „Da bist du, und du bist es wirklich! Warum haben mir nicht mal die BuddhistInnen dein Versteck verraten?“ Na, warum wohl?
Heute finde ich bei den Hathoren (siehe unter Lesestoff: Die Hathor-Zivilisation) die Stellen:
„Es ist das Verständnis, dass gleich, was euch widerfährt, ihr dennoch die Haltung des Mitgefühls einnehmen könnt, die wiederum die Resonanz des Annehmenkönnens aufweist.“ Sie beschreiben, was ich erlebe: Die Schwingung des Mitgefühls enthält die Schwingung des Dankens für alles und umgekehrt.
Weiter schreiben sie: „Ihr könnt zu einer Haltung des Annehmens gelangen. Dann geschieht etwas ganz Bemerkenswertes. Wenn ihr eure eigenen negativen Reaktionen auf Dinge, die sich in eurem Leben ereignen, mit einer gesunden Akzeptanz bestehen lasst, so beginnt eine Veränderung, und sie verlieren an Energie. Ihr werdet wieder klar denken können, wenn ihr euch erinnert, dass ihr durchaus mehrere Möglichkeiten habt! Indem ihr euch selbst und andere mitfühlend umfangt, erhöht ihr euer eigenes Schwingungsfeld, was der nächste Schlüssel zu einer Veränderung des Schicksals ist.
Mitgefühl ist eine Tür, durch die man die Hand hindurchstrecken und sich in diese erhabenen Zustände der Schwingungsresonanz hineinbegeben kann, und von der aus das eigene Schicksal auf eine höchst tiefreichende und herrliche Weise geändert wird. Auch hier ist der Schlüssel zu all dem etwas, das sich in jedem Augenblick eures Lebens zeigt, in jedem einzelnen Moment, in jedem einzelnen Miteinander. Jeder Augenblick ist eine Wahl eurerseits, wie ihr auf etwas außerhalb eurer selbst oder in euch selbst reagieren wollt … Wenn ihr für jedes Ereignis im Leben, das ihr durchmacht, waches Bewußtsein, Akzeptanz und Mitgefühl wählt, so lohnt es euch diese Entscheidung mit Weisheit und Frieden.
Erkennt, dass alle Wesen in Entwicklung begriffen sind und für sich selbst jeweils die beste Wahl treffen, die ihnen gerade möglich ist. Die Entscheidung mancher Menschen mag für euch oder sie selbst schmerzhaft sein, genauso wie manche eurer eigenen Entscheidungen für euch oder die anderen schmerzhaft sein mögen. Doch indem ihr das Leben in diesem Paradoxon des Mitgefühls und der Annahme lasst, macht ihr es möglich, dass diese heftigen emotionalen Reaktionen sich schneller auflösen und glätten und so Bewußtseinsklarheit nach sich ziehen.“ So sei es.
06/09/2008 um 22:37
Tut gut zu lesen, was du schreibst, und auch zu hören, was du am See gesagt hast.
Einen schönen Sonntag wünsche ich dir!
Maria