Heilende Gefühle

„Dass Gefühle krank machen können, zeigen Untersuchungen des relativ jungen Forschungszweigs der Psycho-Neuro-Immunologie (PNI). Denn Gefühle sind mit neurophysiologischen Prozessen verbunden, die direkt auf den Körper einwirken. Aber genauso gibt es Gefühle mit heilender Wirkung. Bei Ärger, Wut und Groll sind es besonders zwei Gefühle, die aus dem negativen Zustand heraushelfen: das Gefühl, das mit dem Verzeihen verbunden ist und Dankbarkeit.
Die positive Wirkung dieser Gefühle lässt sich im Labor nachweisen: Der Stresspegel sinkt und die Produktion der T-Zellen (Abwehrkräfte) nimmt zu.
Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Verzeihen stärker wirkt als Dankbarkeit, die dagegen leichter zu empfinden ist. (Die immer aktuell und gut informierte Vera F. Birkenbihl sieht Dankbarkeit vor Verzeihen, Luisa.)
Die beiden Gefühle des Verzeihens und der Dankbarkeit sollten wir deshalb nicht nur als „Nächstenliebe“ oder religiösen Gründen fühlen, sondern vor allem auch aus Sorge um die eigene Gesundheit. Wir sollten uns bei akutem Ärger oder anhaltendem Groll fragen, warum wir uns einer starken geistigen „Umweltverschmutzung“ aussetzen, indem wir intensiv über lange Zeit mit negativen Gefühlen an andere Menschen denken. Denn das bringt aufgrund unserer Gehirnstruktur nichts ein: keine Befreiung, nicht einmal Erleichterung.

Für eine einfache Dankbarkeitsübung legen Sie als erstes eine Liste an mit allen Dingen, für die Sie dankbar sind. Lesen Sie dann in einer Situation, in der Sie Wut, Ärger, Groll oder Frustration empfinden, langsam und bewußt nur eine Minute lang diese Liste. Sie werden erstaunt sein über den Effekt.“

Text stammt aus der GEK-Infodatenbank.

2 Antworten zu „Heilende Gefühle“

  1. Monika Sagt:

    Liebe Luisa !
    Ich habe mich vor einigen Wochen sehr stark über eine langjährige Freundin geärgert. Dieser Zustand dauerte einige Tage an und ich habe es einfach nicht geschafft, Ihr innerlich zu verzeihen. Nach dieser ersten „Grollphase“ erinnerte ich mich an vergangene, gemeinsame und schöne Erlebnisse. Und ich erhielt ein Gefühl der Dankbarkeit, für das Vergangene und den aktuellen Disput. Meine Gefühlsebene änderte sich von selbst, das „Zorngefühl“ war weg, ich fühlte mich erleichtert.
    Nur über diesen Disput konnte ich den wahren Charakter dieser Freundin erfahren, und mir selber wurde bewußt – was mir an einer wahren Freundschaft wichtig ist. Über diese Erfahrung bin ich noch heute dankbar.
    LG
    Monika

  2. Luisa Sagt:

    DANKE dir von Herzen für diese wunderbare Mitteilung „an die Welt“ über die heilend-transformierende Kraft und Wirkung des DANKES.
    Liebe Grüße Luisa


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